Schwarzwald mit dem Auto: Die schönsten Routen & Mietwagen-Guide (ab Basel, Freiburg & Stuttgart)

Der Schwarzwald ist gemacht für das eigene Auto. Zwischen dichten Tannenwäldern öffnen sich plötzlich weite Höhen mit Blick bis zu den Alpen, hinter der nächsten Kurve wartet ein stiller Karsee, und in den Seitentälern liegen Dörfer, zu denen kein Zug fährt. Mit dem Mietwagen bestimmst du selbst, wo du anhältst, wie lange du an einem Aussichtspunkt bleibst und welche Schleichwege du nimmst – genau das macht eine Schwarzwald-Rundreise so besonders.

In diesem Guide zeige ich dir die schönsten Auto-Routen der Region, wo du deinen Mietwagen am günstigsten bekommst, worauf du unterwegs achten solltest – und am Ende eine komplette Rundreise über vier Tage, die die Höhepunkte des Schwarzwalds verbindet.

Panoramablick am Mummelsee an der Schwarzwaldhochstraße
Der Mummelsee direkt an der Schwarzwaldhochstraße – einer der beliebtesten Stopps auf der B500.

Warum du den Schwarzwald am besten mit dem Auto erkundest

Bus und Bahn bringen dich zuverlässig zu den großen Zielen, und mit der KONUS-Gästekarte fährst du in rund 150 Orten sogar kostenlos. Für die wirklich schönen Ecken aber – die Panoramastraßen, einsamen Hochmoore und Weinberge am Rand des Gebirges – brauchst du Flexibilität. Ein Mietwagen bringt dich morgens früh auf die Höhen, bevor die Ausflugsparkplätze voll sind, und abends wieder zurück ins Tal. Gerade wenn du mehrere Regionen des Schwarzwalds sehen willst, sparst du dir mit dem Auto viel Umsteigen und Wartezeit.

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Tipp: Buche früh und vergleiche inklusive Kilometer und Versicherung – so bekommst du das beste Angebot, oft mit kostenloser Stornierung.

Die Schwarzwaldhochstraße (B500) – die berühmteste Panoramastraße

Die Schwarzwaldhochstraße ist die älteste und bekannteste Ferienstraße der Region. Auf rund 60 Kilometern schlängelt sie sich als B500 von Baden-Baden bis Freudenstadt über die Höhen des Nordschwarzwalds – von etwa 250 bis auf 1.164 Meter. Immer wieder öffnet sich der Blick über die Rheinebene bis zu den französischen Vogesen.

Der beliebteste Stopp ist der Mummelsee, mit 17 Metern der tiefste Karsee des Nordschwarzwalds. Du kannst in gut 20 Minuten den 800-Meter-Rundweg gehen, ein Tretboot mieten oder im Seehaus ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte genießen. Gleich daneben erhebt sich die Hornisgrinde (1.164 m), der höchste Gipfel des Nordschwarzwalds – oben führt ein Bohlenweg durchs Hochmoor zu einem der weitesten Panoramen der Region. Weiter südlich lohnt der Ruhestein: Vom Nationalpark-Zentrum führt ein 3,7 Kilometer langer Pfad zum versteckten Wildsee mitten im Bannwald.

Wie sich diese Strecke wirklich anfühlt, siehst du am besten im Video – ich fahre die Schwarzwaldhochstraße mit ihren zehn schönsten Stopps selbst ab:

Weiter Blick von der Hornisgrinde über den Nordschwarzwald
Auf der Hornisgrinde – vom höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds reicht der Blick bis zu den Vogesen.

Die Schwarzwald-Panoramastraße im Süden – Kandel und die Höhendörfer

Im Süden ist die Schwarzwald-Panoramastraße das Pendant zur B500. Sie führt von Waldkirch über den Kandel (1.243 m) und die sonnigen Höhendörfer St. Peter, St. Märgen und Breitnau bis nach Hinterzarten. Auf kurzer Strecke reihen sich hier ungewöhnlich viele Aussichtspunkte aneinander – an klaren Tagen siehst du über die Schwarzwaldhöhen und das Rheintal hinweg bis zu den Alpen. Barocke Klosterkirchen, Bauernhöfe und weite Wiesen machen diese Route besonders idyllisch.

Weitere Traumstrecken für deine Rundreise

Die Schauinsland-Bergstraße oberhalb von Freiburg ist mit ihren engen Serpentinen ein kleines Fahrerlebnis für sich und endet an einem 360-Grad-Panorama. Durch das Höllental (B31) rauschst du von Freiburg hinauf zum Titisee – ein kurzer Abstecher führt zur wildromantischen Ravennaschlucht mit ihrem berühmten Viadukt. Das Kinzigtal verbindet Fachwerkstädtchen wie Gengenbach mit der Uhrmacher-Hochburg Triberg und seinen tosenden Wasserfällen. Und wer Wein mag, fährt die Weinberge rund um Sasbachwalden am westlichen Rand des Gebirges ab.

Mietwagen abholen: die besten Stationen

Wo du deinen Wagen abholst, hängt davon ab, welchen Teil des Schwarzwalds du zuerst ansteuerst:

  • Südschwarzwald: EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg oder Bahnhof Freiburg – ideal für Feldberg, Titisee und die Panoramastraße.
  • Nordschwarzwald: Flughafen Stuttgart oder die Bahnhöfe Offenburg und Karlsruhe – der kürzeste Weg zur Schwarzwaldhochstraße.
  • Weitere Anreise: Über den Flughafen Frankfurt mit anschließender Bahn- oder Autofahrt.

Am Flughafen ist die Fahrzeugauswahl am größten und die Übernahme unkompliziert. Vergleiche die Anbieter am besten schon vor der Reise – so sicherst du dir Verfügbarkeit und den besten Preis.

Praktische Tipps für die Autofahrt im Schwarzwald

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober für grüne Höhen und freie Sicht; der Herbst schenkt oft die klarsten Fernblicke.
  • Im Winter: In den Höhenlagen liegt Schnee – in Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Buche Winterreifen beim Mietwagen dazu; am Feldberg können zeitweise Schneeketten nötig sein.
  • Keine Maut: Für Pkw gibt es in Deutschland weder Maut noch Vignette. Nur wenn du über die Schweiz anreist, brauchst du die Schweizer Autobahnvignette.
  • Kurven & Motorräder: Die Passstraßen sind an schönen Wochenenden bei Motorradfahrern beliebt – fahr vorausschauend und plane Zeit für Fotostopps ein.
  • Parken: An Wanderzielen gibt es meist gebührenpflichtige Wanderparkplätze – etwas Kleingeld oder eine Park-App parat halten.
  • Tanken & Laden: In den Tälern findest du regelmäßig Tankstellen; Ladesäulen fürs E-Auto gibt es an Ausflugszielen und in den größeren Orten.

Meine Lieblings-Rundreise: der Schwarzwald in vier Tagen

Diese Route verbindet die Höhepunkte von Nord nach Süd – flexibel mit dem eigenen Wagen:

Tag 1 – Nordschwarzwald & Höhenluft: Start in Baden-Baden, hinauf auf die Schwarzwaldhochstraße mit Stopps am Mummelsee und auf der Hornisgrinde, Übernachtung rund um Freudenstadt.

Tag 2 – Fachwerk & Uhren: Durchs Kinzigtal nach Gengenbach, weiter nach Triberg zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands und ins Freilichtmuseum Vogtsbauernhof.

Tag 3 – Freiburg & Panorama: Die Universitätsstadt Freiburg, dann die Schauinsland-Bergstraße und durchs Höllental zum Schluchsee im Hochschwarzwald.

Tag 4 – Wasser & Wildnis: Die Ravennaschlucht, der Todtnauer Wasserfall und ein Blick auf den Feldsee unterhalb des Feldbergs runden die Reise ab. Mehr Ideen findest du in meinem Überblick der 5 schönsten Seen.

Häufige Fragen zum Autofahren im Schwarzwald

Brauche ich im Schwarzwald überhaupt ein Auto?

Für die klassischen Ausflugsziele wie Titisee oder Triberg kommst du dank der KONUS-Gästekarte kostenlos mit Bus und Bahn hin – ideal, wenn du an einem Ort bleibst. Wer aber die abgelegenen Täler, Panoramastraßen und Aussichtspunkte in eigenem Tempo erleben will, ist mit dem Auto klar im Vorteil. Die schönsten Strecken wie die Schwarzwaldhochstraße fährst du nur selbst.

Wo hole ich meinen Mietwagen am besten ab?

Für den Südschwarzwald ist der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg oder der Bahnhof Freiburg am praktischsten, für den Nordschwarzwald der Flughafen Stuttgart oder die Bahnhöfe Offenburg und Karlsruhe. Vergleiche vorab die Anbieter – am Flughafen ist die Auswahl am größten.

Wann ist die beste Reisezeit für die Panoramastraßen?

Zwischen April und Oktober zeigt sich der Schwarzwald von seiner schönsten Seite. An klaren Herbsttagen reicht die Sicht von den Höhen bis zu den Alpen. Meide für freie Straßen und Aussichtspunkte die Wochenenden der Hochsaison.

Sind die Straßen im Winter befahrbar?

Ja, aber in den Höhenlagen rund um Feldberg und Schwarzwaldhochstraße herrscht im Winter oft Schnee. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht – mit Winterreifen (beim Mietwagen dazubuchen) bist du gut unterwegs. Eine Pkw-Maut oder Vignette gibt es in Deutschland nicht.

Bereit für deine Tour? Vergleiche oben in Ruhe die Mietwagen-Angebote – und dann heißt es: rein ins Auto und die schönsten Straßen des Schwarzwalds entdecken.

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